www.werbewolf.ch...MÄRZ-NEWS 2006
MILKA die zarteste lila Versuchung ...
Vor der Geschichte und einem zeitlichen Ablauf über die Milka Schokolade, sollte nicht vergessen werden, dass es eigentlich ein unglücklicher Zufall war, der Philipe Suchard zum erfolgreichen Confiseur und Gründer der Firma Suchard werden liess.
Er suchte sein Glück in
Amerika
Am 9. Oktober 1797 wird
Philippe Suchard im Schweizer Boudry geboren. Im September 1814
beginnt er in der Berner Confiserie seines Bruders Frédéric
eine Lehre als Zuckerbäcker. Im Mai 1824 erfüllt er
sich einen grossen Traum und begibt sich auf die damals weite
Reise in das grosse Amerika.
Die Schweizer Uhren und Stickereien, die sich in seinem Handgepäck
befinden, sollen ihn zu einem erfolgreichen Geschäftsmann
werden lassen. Doch wie so oft im Leben kommt es anders und er
kann seine Waren nicht mit dem erwünschten Erfolg verkaufen.
Zurück in seiner Heimat versucht er einen zweiten Anlauf
der ihm und allen Schokoladen-Fans endgültig Glück bringen
soll.
1825 Eröffnung der
eigenen Confiserie
Am 17. November 1825 eröffnet
Philippe Suchard seine eigene Confiserie in Neuenburg. In einer
Anzeige wirbt er für ein neuartiges, frisches Dessert, die
«au chocolat fin de sa fabrique» (zu deutsch «feine
hausgemachte Schokolade»). Wie er diese Schokolade in seiner
Zuckerbäckerei herstellte, ist leider nicht genau bekannt.
Vermutlich wurde jedoch alles in reiner Handarbeit gefertigt,
da zu dieser Zeit noch keine Wasserkraft in Neuenburg zur Verfügung
stand. Bereits ein Jahr nach Eröffnung seiner Confiserie
setzte Philippe Suchard ein weiteres Projekt in die Tat um.
1888 gründet Carl Russ SUCHARD, der Schwiegersohn von Philippe Suchard gründet in Bludenz die erste Schokoladenfabrik in der damaligen österreichisch- ungarischen Monarchie.1895 eröffnet Johann JACOBS in Bremen, sein «Spezialgeschäft in Caffee, The, Cacao, Chocoladen, Biscuits.»
1826 Die Expansion
Damit Philipe Suchard
die Schokolade nicht mehr per Hand herstellen musste, entschloss
er sich, zu expandieren. So bezog er 1826 im benachbarten Dörfchen
Serriéres eine leer stehende Mühle, die er samt Wasserrechten
zu einem günstigen Preis mieten konnte. In dieser Fabrik
setzt er eine Reihe selbstentworfener Maschinen ein. Darunter
ist auch einer der ersten mélangeure oder Mixer. Mit Hilfe
dieser Maschine, die aus einem flachen erwärmten Granitbecken
besteht, über dem sich Granitwalzen hin und her bewegen,
gelang es Suchard die Kakaomasse und den Zucker ideal zu vermischen.
Diese Methode wird auch heute noch angewendet.
Um in Zukunft nicht mehr ausschliesslich auf die Handarbeit angewiesen
zu sein, konstruierte er auch ein Wasserrad, das ihm als Knet-
bzw. Stampfmaschine mit zwei mächtigen Mahlsteinen zur Verfügung
stand. Mit Hilfe dieser Maschinen war Suchard in der Lage, ca.
25 - 30kg Schokolade pro Tag (!!) herzustellen, die er zunächst
in Form von Tafeln oder Napolitains verkaufte.
Schokolade immer noch ohne
Milch
Der Schokolade (Trinkschokolade
ausgenommen) wurde zu diesem Zeitpunkt noch keine Milch beigemischt,
so dass sie eher eine dunkle, herbe Schleckerei war. Erst in den
1890er Jahren wurde die Suchard-Milchschokolade vorgestellt. Doch
dauerte es noch elf Jahre bis die «Lila-Legende» das
Licht der Welt erblickt.
Pionier Philippe Suchard konnte diese Sternstunde seines Unternehmens
leider nicht mehr miterleben, da er im Jahre 1884 verstarb. Was
er aber seinen vier Kindern hinterliess, war mittlerweile eine
Schokoladen-Fabrikation von hohem Rang, die bis zum heutigen Tage
viele weitere leckere Schokoladen-Produkte herstellt. Neben der
Schokoladenfabrik führte Philippe Suchard die Seidenraupenzucht
ein und förderte die Dampfschifffahrt, sowie die Jura-Gewässer-Korrektion.
Darüber hinaus gründete er eine Schweizer Kolonie in
den USA und schrieb das Werk «Le tour du monde en grande
vitesse».
Buchtipp: Schweizer Pioniere ... Philippe Suchard, herausgegeben im Jahre 1992 vom Verein für wirtschaftshistorische Studien, ISBN 3-909059-02-3
1901 Das Geburtsjahr von
MILKA
Schokolade war bis zum
Ende des 19. Jahrhunderts noch ein elitäres Genuss- und Stärkungsmittel,
das als «Vollschokolade» überwiegend zum Kochen
verwendet wurde. Die 1901 in der Schweiz und in Österreich
auf den Markt kommende MILKA - als Kombination aus Milch und Kakao
- war eine absolute Neuheit, die sich daher auch schnell durchsetzte.
Eintragung des Markennamens in die Warenzeichenrolle des Kaiserlichen
Patentamtes in Berlin. Der Name ist die Kombination aus den beiden
Hauptbestandteilen Milch und Kakao. Bereits die
erste Verpackung der Milka Schokolade 1901 war lila und wurde
von einer damals noch schwarzweissen Kuh in den Alpen geziert.
Aber warum ausgerechnet eine
Kuh?
Die Kuh verkörpert
so gut wie kein anderes Tier die Heimat und Besonderheit der Marke
Milka: die Alpenwelt und die Alpenmilch.

Wie wurde die Kuh lila?
Inspiriert von dem Motto
«Mache das Fremde vertraut, verfremde das Vertraute»
färbte Milka nicht nur die Verpackung, sondern auch den Webeträger
die Kuh lila ein, um so speziell auf die Schokolade
aufmerksam zu machen.
Die erste Verpackung im Detail
Auf der Verpackung der
ersten Milka von 1901 ist links eine kleine Szene abgebildet:
Ein Bauer auf einer Alpenwiese ist dort zu sehen, mit einem hölzernen
Behälter auf den Schultern. In der Rechten hält er einen
Stock, mit der Linken führt er seine Pfeife in den Mund.
Neben ihm geht friedlich eine Kuh, mit einer Glocke um den Hals.
Im Hintergrund erheben sich verschneite Bergspitzen. Die ganze
Szenerie soll bildlich sichtbar machen, was rechts auf der Tafel
zu lesen ist: Hier geht es um echte Alpen-Milch-Schokolade.
Lila Kuh verdrängt lila
Tannenbäume und Ballons
Nachdem in der ersten
Printwerbekampagne noch viele andere Gegenstände wie Tannenbäume
und Ballons lila waren, wurde später nur die lila Kuh übernommen.
Sie passt gut zur Marke und verkörpert Emotionen wie Sanftheit
und Zärtlichkeit. "In den Alpen ist die Luft reiner,
das Wasser klarer und das Gras grüner. Deshalb geben die
Kühe bessere Milch. Bessere Milch gibt bessere, zartere Schokolade."
Diese Aussage ist der Wegbereiter für die lila Kuh in den
Alpen und seitdem prägt sie die Werbung für Milka.
1908
Der Markenname MILKA tritt immer deutlicher in den Vordergrund.
1913
Allein in der Schokoladenfabrik in Lörrach wird 18 mal
mehr Schokolade produziert als im Gründungsjahr der Fabrik.
1922
Hier tritt eine Kuh in menschlicher Begleitung auf.
1960
Der Schriftzug MILKA erscheint in weiss auf lila Grund
1970
Aus beiden Schweizer Schokoladen-Unternehmen Suchard und Tobler
entsteht die Interfood S.A. Lausanne.. Diese gehört seit
1990 zu Kraft Foods.
1972
entwickelte Young & Rubicam die MILKA Kuh, 1973 wurde
sie zentrale Werbefigur für MILKA.
Im Jahr 1973 erscheint der erste Milka Werbespot mit der Lila
Kuh, wofür die Agentur eine Gold- Auszeichnung erhält.
1973
Ab diesem Jahr spielte die Milka Lila Kuh in rund 110 TV-Spots
die Hauptrolle und aus der Kuh wurde Ku(h)lt.
1982
Durch die Fusion des Kaffeeunternehmens JACOBS und des
Süßwarenherstellers INTERFOOD (Suchard/ Tobler) wird
die Firma JACOBS SUCHARD gegründet.
1988
Der MILKA Schriftzug, die MILKA Kuh und die Alpenlandschaft
dominieren die Verpackung.
Seit den 90er Jahren ist die Kuh auf den Verpackungen immer gleich zu sehen: eine einzelne Kuh der Simmenthaler Rasse wird von links mit leicht geneigtem Kopf und jeweils festgelegtem Schriftzug und Flecken abgebildet.
Heute steht die lila Kuh für eine Markenidentifikation mit allen Milka Produkten. Ausserdem ist sie seit jeher eine der erfolgreichsten Werbefiguren und fest in der heutigen Gesellschaft etabliert.
Die lila Kuh trägt viel dazu bei, dass Milka jedes Jahr ca. 400 Millionen Tafeln Schokolade, etwa 30 Millionen Osterhasen und Weihnachtsmänner und vieles mehr aus der zarten Milka Alpenmilchschokolade verkauft.
1993/94
Kraft General Foods Europe
und Jacobs Suchard werden unter dem Namen KRAFT JACOBS SUCHARD
zusammengeführt und 1994 ändert Kraft General Foods
in Amerika seinen Namen in Kraft Foods
1994
Startete die wohl unvergessliche «It´s cool man-Kampagne»
1995
sollten in Bayern 40.000 Kinder bei einem Wettbewerb eine
Kuh ausmalen, woraufhin jedes dritte Kind die Farbe lila auswählte.
Die Milka lila Kuh ist ein Symbol für Qualität und gilt
als sympathisch, glaubwürdig, gutmütig und geduldig.
Sie hat inzwischen treue Fans auf der ganzen Welt.
1996
Guinness Rekord 1: die größte Schnee-Kuh der Welt -
17 m lang, 9.20 m hoch und über 900 Tonnen schwer.
1998
Guinness Rekord 2: Die größte Milka Schokolade der
Welt auf dem 15. Internationalen Schokoladenfest in Bludenz. Die
Masse dieses Riesengenusses: 4.80m lang und 2.25m breit.
Die MILKA Kuh feiert den 25. Geburtstag.
1999
Guinness Rekord 3 und 4: Beim 16. Internationalen Milka Schokoladefest
in Bludenz präsentierte Milka 1999 die größte
Schokolade-Skulptur der Welt für einen der größten
Sportler des alpinen Skisports: ein 6m hoher, modellierter Hermann
Maier.
2000
Kraft Jacobs Suchard heisst seit dem 1. Juni 2000 Kraft Foods.
Die Umfirmierung ist Teil eines breit angelegten Programms, mit
dem weltweit ein einheitlicher Auftritt von Kraft Foods International
geschaffen wird.
2001
MILKA wird 100 Jahre.
2003
Seit der ersten Milka von 1901 bis zum Jahresbeginn 2003 sind
mehr als 500.000 Tonnen Milka Schokolade allein in Österreich
genascht worden. Als 100 Gramm-Tafeln aneinander gereiht, ergibt
dies eine Strecke von 632.000 Kilometern. Das ist soviel wie 20
Mal um den Erdball oder das Gewicht von 1.100.000 Kühen.
Die MILKA Kuh wird 30 Jahre.
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