www.werbewolf.ch...SEPTEMBER-NEWS 2005


HARIBO - macht Kinder froh ....


Kurzfassung
1893 gründet Hans Riegel in Bonn Haribo die 1920 ins Handelsregister eingetragen wird. 1923 erwirbt die Firma den ersten PKW. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Tagesproduktion von Ehefrau und Mitarbeiterin Gertrud mit dem Fahrrad ausgeliefert. 1922 wird der Tanzbär erfunden der später zum berühmten Goldbär wird. In den dreissiger-Jahren wird der Slogan geboren der 1960 mit Zusatz ... und Erwachsene ebenso erweitert wird. 1962 erstmals TV-Spots ab 1991 mit Thomas Gottschalk. Ab 2002 verlassen täglich 80 Millionen Goldbären die Fabriken in denen Schilder hängen mit der Aufschrift: "Vor allem Qualität". Gute Produkte, so weiss Paul Riegel, sind die Voraussetzung für zufriedene Kunden. Und die sind die beste Werbung für HARIBO.

Werbeaktivitäten bei HARIBO
Insgesamt sind im vergangenen Jahr die Werbeausgaben bei den sogenannten klassischen Medien um 4,4% auf ein Gesamtvolumen von 16,3 Milliarden Euro gefallen. Nach Schätzungen sind die Investitionen in der Wirtschaft in Werbegestaltung, Werbemittelproduktion und in die Medien als Werbeträger um rund 5% auf 30 Mrd. Euro gefallen.
Die Süsswarenbranche ist trotzdem sehr aktiv, wenn es um die Werbung geht. Sie steht unverändert an fünfter Stelle der Werbetreibenden.
Insgesamt wurde im Jahr 2002 mit 581 Mio. Euro (2001: 603 Mio. Euro) für Naschereien aller Art geworben.
HARIBO steht in bezug auf die klassische Werbung in der "Süssen Branche" an sechster Stelle, was die Aufwendungen für Werbung angeht.
TV ist auch 2003 wieder das wichtigste Medium für HARIBO. Hauptwerbeträger ist nach wie vor der bekannteste Entertainer Deutschlands - Thomas Gottschalk. Neben der Schaltung von klassischen TV-Spots ist HARIBO auch 2003 wieder Hauptsponsor der beliebten "Wetten dass..." - Sendung sowie der neuen Sendung "Gottschalk America". Als begleitende Massnahme mit Erinnerungsfunktion setzt HARIBO auf Funkwerbung. Auch hier ist Thomas Gottschalk als Sprecher aktiv. Selektive Print-Werbung in Special-Interest-Titeln, der Fachpresse und in Kinderzeitschriften ergänzt die Werbestrategie bei HARIBO.

Ausführliche Firmengeschichte nach Jahren
1893 Hans Riegel wird am 3. April in Friesdorf bei Bonn als Sohn von Peter und Agnes Riegel geboren. Nach der Schulausbildung macht Hans Riegel eine Ausbildung als Bonbonkocher und arbeitet über fünf Jahre bei der Firma Kleutgen & Meier. Weitere Stationen sind Fabrikationsstätten in Neuss und in Osnabrück. Die Firma Heinen in Bonn-Kessenich sucht nach dem 1. Weltkrieg einen Bonbonkocher. Hans Riegel wird Geschäftspartner. Die Firma heisst ab sofort Heinen & Riegel.
1920 Hans Riegel macht sich mit seiner Firma selbständig. Am 13.12.1920 wird die Firma HARIBO ins Bonner Handelsregister eingetragen. Das Startkapital ist ein Sack Zucker. Hans Riegel erwirbt ein Haus in der Bergstrasse in Kessenich, wo er die erste Fabrikationsstätte einrichtet. Die damalige Ausrüstung bestand aus einer Marmorplatte, einem Hocker, einem gemauerten Herd, einem Kupferkessel und einer Walze
1921 Hans Riegel heiratet. Seine Frau Gertrud wird die erste Mitarbeiterin der jungen Firma
1922 Hans Riegel erfindet den "Tanzbären" - eine Bärenfigur aus Fruchtgummi, die später als HARIBO Goldbär weltberühmt wird.
1923 Die Firma erwirbt den ersten PKW. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Tagesproduktion von Ehefrau und Mitarbeiterin Gertrud mit dem Fahrrad ausgeliefert.
1923 - 1926 1923 wird Sohn Hans geboren; 1924 folgt Tochter Anita und 1926 Sohn Paul.
1925 Hans Riegel beginnt mit der Herstellung von Lakritz-Produkten. Das erste Produkt war die Lakritzstange mit einem aufgepressten HARIBO-Schriftzug. Die späterhin weltberühmte Lakritz-Schnecke und viele andere Lakritz-Leckereien folgten.
1930 Es sind etwa 160 Mitarbeiter bei HARIBO angestellt. Deutschland wird flächendeckend durch eine Vertriebsorganisation, die aus Handelsvertretern besteht, mit HARIBO-Produkten versorgt. Mitte der dreissiger Jahre wird der Werbeslogan "HARIBO macht Kinder froh" kreiert.
1935 HARIBO nimmt Ende der 20iger Jahre erste Geschäftsverbindungen zum Ausland auf. Man steht in Kontakt mit Christian und Eckhof Hansen von der "Sukkervarenfabrikker Danmark". Gemeinsam mit Hans Riegel aus Bonn gründet man 1935 die HARIBO LAKRIDS A/S KOPENHAGEN.
1939 bis 1944 Das Unternehmen hat unmittelbar vor dem 2. Weltkrieg eine solide mittelständische Basis mit ca. 400 Mitarbeitern. Dann kommt der 2. Weltkrieg, und es gilt die Devise: Panzer statt Gummibärchen. Ein starker Rückgang der Geschäfte ist zu verzeichnen, insbesondere auch wegen zunehmender Rohstoffknappheit. Der Firmengründer Hans Riegel stirbt 52jährig. Seine Frau Gertrud leitet die Firma in der ersten Zeit nach dem 2.Weltkrieg.
1945 Der Wiederaufbau beginnt mit ca. 30 Mitarbeitern. Die Produktionsstätte in Bonn bleibt grösstenteils unbeschädigt. Grosse Probleme bereitet in der ersten Zeit nach dem Krieg die mangelnde Rohstoffversorgung.
1946 kommt Hans Riegel Junior aus der Kriegsgefangenschaft zurück und beginnt sofort, in Zusammenarbeit mit seinem Bruder, mit dem schwierigen Wiederaufbau. In den Folgejahren promoviert er im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Bonn über die Bedeutung des Zuckers für die Weltwirtschaft. So stellt er auch wissenschaftlich seine Süsswaren-Kompetenz unter Beweis. Dass er auch im täglichen Geschäftsleben den richtigen Riecher hat, beweist Dr. Hans Riegel immer wieder. Mit seinen innovativen Produktentwicklungen liegt er immer im Trend. Damit dies so bleibt, muss er sich entsprechend informieren über das, was 'seine' Zielgruppe denkt und meint. Inspirieren lässt er sich dabei von Kinder-Serien, Jugend-Magazinen und Comics. Ausserdem ist er ein grosser Fan der augenblicklich so angesagten Techno-Musik. Dr. Riegel selbst sagt: "Ich liebe Kinder, ich beobachte sie gern. Sie sind meine Kunden. Ich muss darüber informiert sein, was sie naschen wollen, was sie denken, welche Sprache sie sprechen." Es ist gerade diese Aufgeschlossenheit neuen Dingen gegenüber, die den Erfolg garantiert.
Die Brüder Hans und Paul Riegel kommen 1946 aus der Kriegsgefangenschaft zurück und übernehmen die Firma. Die bis heute bewährte Arbeitsteilung wird entwickelt: Hans Riegel übernimmt den kaufmännischen Bereich einschliesslich Marketing und Vertrieb; Bruder Paul leitet den Produktionsbereich. Zielstrebig wird das Unternehmen in der Folgezeit ausgebaut und schon 1950 hat HARIBO ­ nur fünf Jahre nach dem Krieg ­ ungefähr 1000 Mitarbeiter.
1957HARIBO übernimmt die Godesberger Firma Kleutgen & Meier, wo der Firmengründer Hans Riegel seinen ersten Arbeitsplatz hatte. Unter dem Markennamen "Monarch" werden heute noch Fruchtgummi-Stückartikel vertrieben.
1960 Mitte der 60iger Jahre wird der Werbe-Slogan "HARIBO macht Kinder froh" um den Zusatz "und Erwachsene ebenso" ergänzt.
1961 HARIBO übernimmt die "Bonera Industrie en Handelsmaatschappij N.V." in Breda (NL). Nach Umgründung heisst die Firma nunmehr "HARIBO Nederland B.V.".
1962 In Deutschland wirbt HARIBO zum ersten Mal im Fernsehen
1967 HARIBO erwirbt Anteile der französischen Süsswarenfabrik Lorette. Es erfolgt eine Umbenennung in "HARIBO-France S.A." Der Firmensitz ist in Marseille. 1985 erwirbt HARIBO die Firma Ricqles Zan, ebenfalls in Südfrankreich ansässig. Aus der Fusion dieser Gesellschaft mit HARIBO France geht Ende 1987 die neue Firma "HARIBO-RICQLES ZAN" hervor. Produziert wird in Marseille, Uzès und in Wattrelos (bei Lille). Von hier werden Frankreich und andere südeuropäische Märkte beliefert. Hans-Jürgen Riegel, der älteste Sohn von Paul Riegel, ist seit 1989 Vorstandsvorsitzender von HARIBO Ricqles- Zan.
1968 HARIBO erwirbt Anteile an der Solinger Firma Dr. Hillers AG. 1979 übernimmt HARIBO die restlichen Anteile. In drei Ausbau-Phasen entsteht seit 1980 eine Produktionsstätte, die mit modernsten Maschinen zur Herstellung aller Arten von Fruchtgummi, Lakritzen und Zahnpflegekaugummis ausgestattet ist.
1971 HARIBO erwirbt die Anteilsmehrheit an der fränkischen Traditionsfirma Bären-Schmidt. Hier werden die beliebten Lebkuchenherzen, Dominosteine und andere Dauerbackwaren produziert. Ausserdem werden Fruchtgummi-Produkte hergestellt. Firmensitz ist Mainbernheim in Unterfranken.
1972 HARIBO beteiligt sich an der Firma Dunhills (Pontefract) in England. Dunhills, ein englisches Traditions-Unternehmen, stellt u.a. die "Pontefract-Cakes", eine regionale Spezialität, her. 1994 geht die Firma zu 100 % an HARIBO über.
1976 HARIBO baut in Schweden eine Vertriebsorganisation auf. Der Sitz der Vertriebsgesellschaft ist in Helsingborg. 1977 HARIBO baut in Österreich eine Vertriebsorganisation auf. Nachdem HARIBO 1988 die Firma Panuli Bonbon Ges. m.b.H. in Linz erwirbt, beginnt man mit einer eigenen Produktion. Das Traditionsunternehmen, das seit 1921 existiert, produziert Back- und Zuckerwaren. Firmenstandort ist Linz an der Donau.
1982 HARIBO geht über den grossen Teich. Sitz des neu gegründeten USA-Vertriebs ist ein eigens für diesen Zweck aufgekauftes Bürohaus in Baltimore im US-Bundesstaat Maryland.
1983 HARIBO erwirbt die Firma Stella in Wattrelos (in der Nähe von Lille) in Frankreich.
1986 Im Jahre 1900 übernimmt Edmund Münster zu 100 % das bereits 1898 gegründete "Düsseldorfer Lakritzenwerk". 1930 erwirbt Edmund Münster aus dem Ausland die Lizenz für das Kaubonbon "MAOAM". 1982 zieht die Produktion von Düsseldorf nach Neuss um. HARIBO übernimmt 1986 die Edmund Münster GMBH & Co. KG in Neuss. Hier werden neben dem berühmten Kaubonbon "MAOAM" auch Fruchtgummi-Produkte hergestellt.
1989 HARIBO baut in Norwegen eine Vertriebsorganisation auf. Der Sitz der Vertriebsgesellschaft ist in Oslo.
90er Jahre 1898 gründet Oswald Stengel in Wilkau-Hasslau eine Süsswaren-, Lebkuchen- und Schokoladenfabrik, die sein Sohn 1949 an das Land Sachsen verkauft. Es entsteht der volkseigene Betrieb (VEB) Süsswarenfabrik WESA. Nach dem Fall der Mauer engagiert sich HARIBO in den neuen deutschen Bundesländern und erwirbt die WESA Süsswarenfabrik.
1990 HARIBO erwirbt 100 % der Aktien der italienischen Firma SIDAS DOLCIARIA S.p.A. und gründet die Firma HARIBO Italien S.p.A. Firmensitz ist die oberitalienische Metropole Mailand.
1991 In diesem Jahr beginnt eine Zusammenarbeit, die bei HARIBO für einen erneuten Bekanntheitsschub in Deutschland sorgt. Der sympathische Star-Entertainer Thomas Gottschalk, der in breitesten Bevölkerungsschichten Akzeptanz findet, wirbt ab sofort für die Goldbären aus Bonn. Und natürlich auch für andere HARIBO-Produkte.
1992 HARIBO baut in Finnland eine Vertriebsorganisation mit dem Sitz in Helsinki auf.
1993 HARIBO übernimmt die renommierte Marke Vademecum mit Zahnpflege-Kaugummies und Hustenbonbons.
1994 Aufgrund seiner vielfältigen Verdienste wurde Dr. Riegel 1994 mit dem Bundesverdienst-Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Ausschlaggebend war dabei sein soziales Engagement in seiner Heimatgemeinde Pech sowie die Verdienste bei der Förderung des Sports. Er selbst kommentiert das mit den Worten: "Es waren alles Dinge, die ich gerne und spontan getan habe."
1995 Nachdem HARIBO bereits 1985 in Spanien eine Vertriebsgesellschaft gegründet hat, eröffnet der Süsswarenproduzent aus Bonn nun eine Produktionsstätte in Spanien.
Die grössere Konkurrenzfähigkeit und die Nähe zum Verbraucher waren entscheidend für diesen Schritt. Unter der Ägide von Hans-Jürgen Riegel werden von hier zukünftig die Länder des spanischen und portugiesischen Sprachraums beliefert.
1996 In Uzès in Frankreich eröffnet HARIBO das "Musée du Bonbon". Die Geschichte der Bonbon-, Lakritz- und Fruchtgummiherstellung, und damit auch zu grossen Teilen die HARIBO-Geschichte selbst, werden hier einem interessierten Publikum zugänglich gemacht. HARIBO übernimmt die belgische Firma Dulcia und beginnt mit dem Aufbau eines einheitlichen Markenauftrittes für eine ganze Reihe von Speck-Produkten.
1998 HARIBO eröffnet in Dublin, Irland einen neuen Produktionsbetrieb. Damit ist man auch hier näher am Konsumenten. Zusätzlich wird die Kapazität des Werkes in England entlastet.
HARIBO nutzt ab sofort die neuen Medien. Zu jedem Zeitpunkt an jedem Ort der Welt kann man sich nun im Internet über die neuesten Entwicklungen bei HARIBO informieren. Mitte Juni übernimmt HARIBO den spanischen Süsswarenproduzenten Geldul S.L. in Alicante. Damit hat man in Spanien nun, neben dem Betrieb in Nordspanien, ein zweites Standbein. Die osteuropäischen Märkte werden immer wichtiger. HARIBO gründet eine Vertriebsniederlassung in Tschechien. Firmensitz ist Brünn.
2000 Am 20.08.2000 wird mit dem Bau einer Produktionsstätte in Ungarn begonnen. Von hier aus wird der Ausbau der osteuropäischen Märkte forciert. HARIBO kauft den niederländischen Süsswarenhersteller Hoepman aus Hoogezand in der Provinz Groningen auf. Die Firma fertigt Lakritz-, Hart-, und Weichschaumartikel und stellt somit eine hervorragende Ergänzung für das Produktportfolio von HARIBO dar.
2001HARIBO übernimmt den türkischen Fruchtgummi- und Schaumzuckerhersteller Pamir Gida Sanayi A.S. Mit dem arabischen Raum, der Türkei und den muslimischen Gebieten der UdSSR erschliessen sich durch diese Akquisition für HARIBO neue Absatzgebiete.
2002 Der weltberühmte HARIBO-Goldbär feiert seinen 80. Geburtstag. Da Generationen mit ihm gross geworden sind, ist er zum Synonym für Fruchtgummi geworden. "Täglich verlassen * 80 Millionen Goldbären unsere Produktionsstätten weltweit".


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