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HARIBO - macht Kinder
froh ....
Kurzfassung
1893 gründet Hans
Riegel in Bonn Haribo die 1920 ins Handelsregister
eingetragen wird. 1923
erwirbt die Firma den ersten
PKW. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde die Tagesproduktion von Ehefrau
und Mitarbeiterin Gertrud mit dem Fahrrad ausgeliefert. 1922 wird
der Tanzbär erfunden der später zum berühmten Goldbär
wird. In den dreissiger-Jahren wird der Slogan geboren der 1960
mit Zusatz ... und Erwachsene ebenso erweitert wird. 1962 erstmals
TV-Spots ab 1991 mit Thomas Gottschalk. Ab 2002 verlassen täglich
80 Millionen Goldbären die Fabriken in denen Schilder hängen
mit der Aufschrift: "Vor allem Qualität". Gute
Produkte, so weiss Paul Riegel, sind die Voraussetzung für
zufriedene Kunden. Und die sind die beste Werbung für HARIBO.
Werbeaktivitäten bei HARIBO
Insgesamt sind im vergangenen Jahr die Werbeausgaben bei den sogenannten
klassischen Medien um 4,4% auf ein Gesamtvolumen von 16,3 Milliarden
Euro gefallen. Nach Schätzungen sind die Investitionen in
der Wirtschaft in Werbegestaltung, Werbemittelproduktion und in
die Medien als Werbeträger um rund 5% auf 30 Mrd. Euro gefallen.
Die Süsswarenbranche ist trotzdem sehr aktiv, wenn es um
die Werbung geht. Sie steht unverändert an fünfter Stelle
der Werbetreibenden. Insgesamt
wurde im Jahr 2002 mit 581 Mio. Euro (2001: 603 Mio. Euro) für
Naschereien aller Art geworben.
HARIBO steht in bezug auf die klassische Werbung in der "Süssen
Branche" an sechster Stelle, was die Aufwendungen für
Werbung angeht. TV
ist auch 2003 wieder das wichtigste Medium für HARIBO. Hauptwerbeträger ist nach wie vor
der bekannteste Entertainer Deutschlands - Thomas Gottschalk.
Neben der Schaltung von klassischen TV-Spots ist HARIBO auch 2003
wieder Hauptsponsor
der beliebten "Wetten dass..." - Sendung sowie der neuen Sendung "Gottschalk
America". Als begleitende Massnahme mit Erinnerungsfunktion
setzt HARIBO auf Funkwerbung. Auch hier ist Thomas Gottschalk
als Sprecher aktiv. Selektive Print-Werbung in Special-Interest-Titeln,
der Fachpresse und in Kinderzeitschriften ergänzt die Werbestrategie
bei HARIBO.
Ausführliche Firmengeschichte
nach Jahren
1893 Hans Riegel wird am 3. April in Friesdorf
bei Bonn als Sohn von Peter und Agnes Riegel geboren. Nach der
Schulausbildung macht Hans Riegel eine Ausbildung als Bonbonkocher
und arbeitet über fünf Jahre bei der Firma Kleutgen
& Meier. Weitere Stationen sind Fabrikationsstätten in
Neuss und in Osnabrück. Die Firma Heinen in Bonn-Kessenich
sucht nach dem 1. Weltkrieg einen Bonbonkocher. Hans Riegel wird
Geschäftspartner. Die Firma heisst ab sofort Heinen &
Riegel.
1920 Hans Riegel macht sich mit seiner Firma
selbständig. Am 13.12.1920 wird die Firma HARIBO ins Bonner
Handelsregister eingetragen. Das Startkapital ist ein Sack Zucker.
Hans Riegel erwirbt ein Haus in der Bergstrasse in Kessenich,
wo er die erste Fabrikationsstätte einrichtet. Die damalige
Ausrüstung bestand aus einer Marmorplatte, einem Hocker,
einem gemauerten Herd, einem Kupferkessel und einer Walze
1921 Hans Riegel heiratet. Seine Frau Gertrud
wird die erste Mitarbeiterin der jungen Firma
1922 Hans Riegel erfindet den "Tanzbären"
- eine Bärenfigur aus Fruchtgummi, die später als HARIBO
Goldbär weltberühmt wird.
1923 Die Firma erwirbt den ersten PKW. Bis
zu diesem Zeitpunkt wurde die Tagesproduktion von Ehefrau und
Mitarbeiterin Gertrud mit dem Fahrrad ausgeliefert.
1923 - 1926 1923 wird Sohn Hans geboren; 1924 folgt
Tochter Anita und 1926 Sohn Paul.
1925 Hans Riegel beginnt mit der Herstellung
von Lakritz-Produkten. Das erste Produkt war die Lakritzstange
mit einem aufgepressten HARIBO-Schriftzug. Die späterhin
weltberühmte Lakritz-Schnecke und viele andere Lakritz-Leckereien
folgten.
1930 Es sind etwa 160 Mitarbeiter bei HARIBO
angestellt. Deutschland wird flächendeckend durch eine Vertriebsorganisation,
die aus Handelsvertretern besteht, mit HARIBO-Produkten versorgt.
Mitte der dreissiger Jahre wird der Werbeslogan "HARIBO macht
Kinder froh" kreiert.
1935 HARIBO nimmt Ende der 20iger Jahre erste
Geschäftsverbindungen zum Ausland auf. Man steht in Kontakt
mit Christian und Eckhof Hansen von der "Sukkervarenfabrikker
Danmark". Gemeinsam mit Hans Riegel aus Bonn gründet
man 1935 die HARIBO LAKRIDS A/S KOPENHAGEN.
1939 bis 1944 Das Unternehmen hat unmittelbar vor dem
2. Weltkrieg eine solide mittelständische Basis mit ca. 400
Mitarbeitern. Dann kommt der 2. Weltkrieg, und es gilt die Devise:
Panzer statt Gummibärchen. Ein starker Rückgang der
Geschäfte ist zu verzeichnen, insbesondere auch wegen zunehmender
Rohstoffknappheit. Der Firmengründer Hans Riegel stirbt 52jährig.
Seine Frau Gertrud leitet die Firma in der ersten Zeit nach dem
2.Weltkrieg.
1945 Der Wiederaufbau beginnt mit ca. 30 Mitarbeitern.
Die Produktionsstätte in Bonn bleibt grösstenteils unbeschädigt.
Grosse Probleme bereitet in der ersten Zeit nach dem Krieg die
mangelnde Rohstoffversorgung.
1946 kommt Hans Riegel Junior aus der Kriegsgefangenschaft
zurück und beginnt sofort, in Zusammenarbeit mit seinem Bruder,
mit dem schwierigen Wiederaufbau. In den Folgejahren promoviert
er im Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität
Bonn über die Bedeutung des Zuckers für die Weltwirtschaft.
So stellt er auch wissenschaftlich seine Süsswaren-Kompetenz
unter Beweis. Dass er auch im täglichen Geschäftsleben
den richtigen Riecher hat, beweist Dr. Hans Riegel immer wieder.
Mit seinen innovativen Produktentwicklungen liegt er immer im
Trend. Damit dies so bleibt, muss er sich entsprechend informieren
über das, was 'seine' Zielgruppe denkt und meint. Inspirieren
lässt er sich dabei von Kinder-Serien, Jugend-Magazinen und
Comics. Ausserdem ist er ein grosser Fan der augenblicklich so
angesagten Techno-Musik. Dr. Riegel selbst sagt: "Ich liebe
Kinder, ich beobachte sie gern. Sie sind meine Kunden. Ich muss
darüber informiert sein, was sie naschen wollen, was sie
denken, welche Sprache sie sprechen." Es ist gerade diese
Aufgeschlossenheit neuen Dingen gegenüber, die den Erfolg
garantiert.
Die Brüder Hans und Paul Riegel kommen 1946 aus der Kriegsgefangenschaft
zurück und übernehmen die Firma. Die bis heute bewährte
Arbeitsteilung wird entwickelt: Hans Riegel übernimmt den
kaufmännischen Bereich einschliesslich Marketing und Vertrieb;
Bruder Paul leitet den Produktionsbereich. Zielstrebig wird das
Unternehmen in der Folgezeit ausgebaut und schon 1950 hat HARIBO
nur fünf Jahre nach dem Krieg ungefähr 1000
Mitarbeiter.
1957HARIBO übernimmt die Godesberger
Firma Kleutgen & Meier, wo der Firmengründer Hans Riegel
seinen ersten Arbeitsplatz hatte. Unter dem Markennamen "Monarch"
werden heute noch Fruchtgummi-Stückartikel vertrieben.
1960 Mitte der 60iger Jahre wird der Werbe-Slogan
"HARIBO macht Kinder froh" um den Zusatz "und Erwachsene
ebenso" ergänzt.
1961 HARIBO übernimmt die "Bonera
Industrie en Handelsmaatschappij N.V." in Breda (NL). Nach
Umgründung heisst die Firma nunmehr "HARIBO Nederland
B.V.".
1962 In Deutschland wirbt HARIBO zum ersten
Mal im Fernsehen
1967 HARIBO erwirbt Anteile der französischen
Süsswarenfabrik Lorette. Es erfolgt eine Umbenennung in "HARIBO-France
S.A." Der Firmensitz ist in Marseille. 1985 erwirbt HARIBO
die Firma Ricqles Zan, ebenfalls in Südfrankreich ansässig.
Aus der Fusion dieser Gesellschaft mit HARIBO France geht Ende
1987 die neue Firma "HARIBO-RICQLES ZAN" hervor. Produziert
wird in Marseille, Uzès und in Wattrelos (bei Lille). Von
hier werden Frankreich und andere südeuropäische Märkte
beliefert. Hans-Jürgen Riegel, der älteste Sohn von
Paul Riegel, ist seit 1989 Vorstandsvorsitzender von HARIBO Ricqles-
Zan.
1968 HARIBO erwirbt Anteile an der Solinger Firma Dr. Hillers
AG. 1979 übernimmt HARIBO die restlichen Anteile. In drei
Ausbau-Phasen entsteht seit 1980 eine Produktionsstätte,
die mit modernsten Maschinen zur Herstellung aller Arten von Fruchtgummi,
Lakritzen und Zahnpflegekaugummis ausgestattet ist.
1971 HARIBO erwirbt die Anteilsmehrheit an
der fränkischen Traditionsfirma Bären-Schmidt. Hier
werden die beliebten Lebkuchenherzen, Dominosteine und andere
Dauerbackwaren produziert. Ausserdem werden Fruchtgummi-Produkte
hergestellt. Firmensitz ist Mainbernheim in Unterfranken.
1972 HARIBO beteiligt sich an der Firma Dunhills
(Pontefract) in England. Dunhills, ein englisches Traditions-Unternehmen,
stellt u.a. die "Pontefract-Cakes", eine regionale Spezialität,
her. 1994 geht die Firma zu 100 % an HARIBO über.
1976 HARIBO baut in Schweden eine Vertriebsorganisation
auf. Der Sitz der Vertriebsgesellschaft ist in Helsingborg. 1977 HARIBO baut in Österreich eine Vertriebsorganisation
auf. Nachdem HARIBO 1988 die Firma Panuli Bonbon Ges. m.b.H. in
Linz erwirbt, beginnt man mit einer eigenen Produktion. Das Traditionsunternehmen,
das seit 1921 existiert, produziert Back- und Zuckerwaren. Firmenstandort
ist Linz an der Donau.
1982 HARIBO geht über den grossen Teich.
Sitz des neu gegründeten USA-Vertriebs ist ein eigens für
diesen Zweck aufgekauftes Bürohaus in Baltimore im US-Bundesstaat
Maryland.
1983 HARIBO erwirbt die Firma Stella in Wattrelos
(in der Nähe von Lille) in Frankreich.
1986 Im Jahre 1900 übernimmt Edmund Münster
zu 100 % das bereits 1898 gegründete "Düsseldorfer
Lakritzenwerk". 1930
erwirbt Edmund Münster
aus dem Ausland die Lizenz für das Kaubonbon "MAOAM".
1982 zieht die Produktion von Düsseldorf nach Neuss um. HARIBO
übernimmt 1986 die Edmund Münster GMBH & Co. KG
in Neuss. Hier werden neben dem berühmten Kaubonbon "MAOAM"
auch Fruchtgummi-Produkte hergestellt.
1989 HARIBO baut in Norwegen eine Vertriebsorganisation
auf. Der Sitz der Vertriebsgesellschaft ist in Oslo.
90er Jahre
1898 gründet Oswald Stengel
in Wilkau-Hasslau eine Süsswaren-, Lebkuchen- und Schokoladenfabrik,
die sein Sohn 1949 an das Land Sachsen verkauft. Es entsteht der
volkseigene Betrieb (VEB) Süsswarenfabrik WESA. Nach dem
Fall der Mauer engagiert sich HARIBO in den neuen deutschen Bundesländern
und erwirbt die WESA Süsswarenfabrik.
1990 HARIBO erwirbt 100 % der Aktien der italienischen
Firma SIDAS DOLCIARIA S.p.A. und gründet die Firma HARIBO
Italien S.p.A. Firmensitz ist die oberitalienische Metropole Mailand.
1991 In diesem Jahr beginnt eine Zusammenarbeit,
die bei HARIBO für einen erneuten Bekanntheitsschub in Deutschland
sorgt. Der sympathische Star-Entertainer Thomas Gottschalk, der
in breitesten Bevölkerungsschichten Akzeptanz findet, wirbt
ab sofort für die Goldbären aus Bonn. Und natürlich
auch für andere HARIBO-Produkte.
1992 HARIBO baut in Finnland eine Vertriebsorganisation
mit dem Sitz in Helsinki auf.
1993 HARIBO übernimmt die renommierte
Marke Vademecum mit Zahnpflege-Kaugummies und Hustenbonbons.
1994 Aufgrund seiner vielfältigen Verdienste
wurde Dr. Riegel 1994 mit dem Bundesverdienst-Kreuz 1. Klasse
ausgezeichnet. Ausschlaggebend war dabei sein soziales Engagement
in seiner Heimatgemeinde Pech sowie die Verdienste bei der Förderung
des Sports. Er selbst kommentiert das mit den Worten: "Es
waren alles Dinge, die ich gerne und spontan getan habe."
1995 Nachdem HARIBO bereits 1985 in Spanien
eine Vertriebsgesellschaft gegründet hat, eröffnet der
Süsswarenproduzent aus Bonn nun eine Produktionsstätte
in Spanien.
Die grössere Konkurrenzfähigkeit und die Nähe zum
Verbraucher waren entscheidend für diesen Schritt. Unter
der Ägide von Hans-Jürgen Riegel werden von hier zukünftig
die Länder des spanischen und portugiesischen Sprachraums
beliefert.
1996 In Uzès in Frankreich eröffnet
HARIBO das "Musée du Bonbon". Die Geschichte
der Bonbon-, Lakritz- und Fruchtgummiherstellung, und damit auch
zu grossen Teilen die HARIBO-Geschichte selbst, werden hier einem
interessierten Publikum zugänglich gemacht. HARIBO übernimmt
die belgische Firma Dulcia und beginnt mit dem Aufbau eines einheitlichen
Markenauftrittes für eine ganze Reihe von Speck-Produkten.
1998 HARIBO eröffnet in Dublin, Irland
einen neuen Produktionsbetrieb. Damit ist man auch hier näher
am Konsumenten. Zusätzlich wird die Kapazität des Werkes
in England entlastet.
HARIBO nutzt ab sofort die neuen Medien. Zu jedem Zeitpunkt an
jedem Ort der Welt kann man sich nun im Internet über die
neuesten Entwicklungen bei HARIBO informieren. Mitte Juni übernimmt
HARIBO den spanischen Süsswarenproduzenten Geldul S.L. in
Alicante. Damit hat man in Spanien nun, neben dem Betrieb in Nordspanien,
ein zweites Standbein. Die osteuropäischen Märkte werden
immer wichtiger. HARIBO gründet eine Vertriebsniederlassung
in Tschechien. Firmensitz ist Brünn.
2000 Am 20.08.2000 wird mit dem Bau einer Produktionsstätte
in Ungarn begonnen. Von hier aus wird der Ausbau der osteuropäischen
Märkte forciert. HARIBO kauft den niederländischen Süsswarenhersteller
Hoepman aus Hoogezand in der Provinz Groningen auf. Die Firma
fertigt Lakritz-, Hart-, und Weichschaumartikel und stellt somit
eine hervorragende Ergänzung für das Produktportfolio
von HARIBO dar.
2001HARIBO übernimmt den türkischen
Fruchtgummi- und Schaumzuckerhersteller Pamir Gida Sanayi A.S.
Mit dem arabischen Raum, der Türkei und den muslimischen
Gebieten der UdSSR erschliessen sich durch diese Akquisition für
HARIBO neue Absatzgebiete.
2002 Der weltberühmte HARIBO-Goldbär
feiert seinen 80. Geburtstag. Da Generationen mit ihm gross geworden
sind, ist er zum Synonym für Fruchtgummi geworden. "Täglich
verlassen * 80 Millionen Goldbären unsere Produktionsstätten
weltweit".
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