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In unserer neuen Rubrik:
"Wie Marken zu ihrem Branding kamen"
führen wir nachfolgend,
als erster Teil Marken, aus der Autobranche teilweise jeweils
mit einer kurzen Firmengeschichte auf.

Alfa Romeo
Die im Logo der Anonima
Lombarda Fabbrica Automobili dargestellte Schlange ist dem Familienwappen der Visconti
entliehen, einer der einflussreichsten
Familien in Mailand.
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Audi
Die Idee der vier Ringe
geht vermutlich auf Claus-Detlof von Oertzen zurück, der
sie wie folgt beschreibt: "Das hatte auch etwas mit Olympia
und den Olympischen Spielen zu tun. [...] Von den fünf Ringen
der Olympiade können wir vier nehmen. Jeder Ring war für eine der vier
Firmen." Bei den vier
Automarken handelte es sich um Audi, DKW, Horch und Wanderer.
Audi ist ein Fall für Latein-Kenner. Es steht für die
lateinische Form des Namens von Firmengründer August Horch.
Dieser hatte nach einem Streit mit seinen Geschäftspartnern
seine eigene Firma gegründet, die aus rechtlichen Gründen
aber nicht seinen Namen tragen durfte.

BMW
Das Rautenmuster als Markenzeichen
der Bayerischen Motoren Werke (BMW) wurde in Anlehnung an den
ersten Namensbestandteil des Unternehmens 1917 in den bayerischen Landesfarben gestaltet. Der schwarze Ring und der diesen
innen und aussen umschliessende goldene Rand wiederum wurden vom
Logo des Vorgängerunternehmens "Rapp Motorenwerke GmbH" übernommen,
aus dem BMW hervorging.
Die vermeintliche "Propeller-Deutung", der zufolge das
Logo einen rotierenden Propeller darstellt entstand erst 1929,
als man diese "Deutung" zu Marketingzwecken einsetzte,
um die Kompetenz des Unternehmens im Flugzeugmotorenbau zu stärken.
Neusten Erkenntnissen des BMW Konzernarchivs zufolge handelt es
sich dabei um einen Mythos, der mit der wahren Entstehung des
Logos nicht wirklich etwas zu tun hatte, wenngleich dieser Sachverhalt
im Unternehmen selbst lange Zeit nicht bekannt bzw. bewusst so
weiterverbreitet wurde, wie auch deie folgende Aussage des damaligen
BMW Presse- und Werbeleiters Wilhelm Farrenkopf aus der BMW Werkzeitschrift
von 1942 deutlich macht:
"Wie ein strahlender Glorienschein umgibt die glänzende
Scheibe der laufenden Luftschraube das Schattenbild des Motors,
der den Blick ... in zwei silberne Kegel teilt das Sonnenlicht
zurückhaltend. Zwischen ihnen schimmert leuchtend das Blau
des Himmels durch, so daß die gleissende Fläche der
laufenden Luftschraube sich ... in vier silbernen und blauen Feldern
zeigt."
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Ferrari
Das abgebildete springende
schwarze Pferd ("Rampante Cavallo") des italienischen
Sportwagenherstellers aus Maranello, der seit 1947 edle Sport-
und Rennwagen konstruiert, entstammt dem Familienwappen der Gräfin Paolina
Baracca; die Farbstreifen
im oberen Bereich wiederum sind der italienischen Nationalflagge
entlehnt.
Eine andere
Deutung: Steht das Pferd bei
Ferrari einfach für die im Überfluss vorhandenen Pferdestärken?
Wohl kaum. Enzo Ferrari übernahm das Wappen-Pferd vom italienischen
Flieger-As Francesco Baracca, der sich das Tier seines Familienwappens
auf seine Flugzeuge malen liess. Ferrari liess das Pferd unverändert
und gab nur die gelbe Grundfarbe hinzu, die für den Firmensitz
Modena steht.
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Jaguar
Die heute zur Premiere
Auto Group (PAG) gehörende britische Automarke geht zurück
auf die beiden aus dem englischen Seebad Blackpool stammenden
Gründer Bill Walmsley und William Lyons, die anfänglich
für ihre Freunde Motorrad-Seitenwagen fabrizierten. 1922
gründeten die beiden in Anlehnung an den englischen Ausdruck
"Swallow" für "Schwalbe" die Swallow
Sidecar Company, die zunächst elegante, zeppelinförmige
Seitenwagen fertigte und ab 1927 Spezialkarossen für den
Kleinwagen Austin Seven sowie andere Fahrzeuge. 1931 begann Lyons
damit, auf Fahrgestelle der Standard Motor Company eigene, sportliche
Karosserien zu montieren, wobei er seine Fahrzeuge zunächst
S.S. nannte, eine Abkürzung für "Standard-Swallow".
Mitte der 30er Jahre begann er dann auch damit, eigene Motoren
und Chassis zu entwickeln. Der heute bekannte Markenname "Jaguar"
tauchte erstmals 1935 auf. Zunächst jedoch nur als Zusatzbezeichnung
eines neuen Limousinentyps, dem S.S. 100 Jaguar. Da der Name der
eleganten Raubkatze die rassig-sportlichen Autos von Lyons treffender
bezeichnete als "Swallow" bzw. "S.S." nannte
sich das Unternehmen ab 1945 offziell "Jaguar Cars".
Abgeleitet
aus dem Markennamen entstand
dann auch das bekannte Logo, das bisheute als Kühlerfigur
die Sportlichkeit des britischen Autoherstellers verkörpert.

Lada
Das Wappen des russischen
Autoherstellers Lada, der 1966 unter der MIthilfe von Fiat mit
der Produktion erster Autos begann stellt ein Wolga-Schiff dar.
Zum Generaldirektor des Wolgaautomobilwerks wurde übrigens
der stellvertretende Minister für Automobilindustrie der
UdSSR Wiktor Nikolajewitsch Poljakow ernannt.

Lamborghini
Die heute zum Volkswagen-Konzern gehörende italienische Automarke
wurde von Ferrucio Lamborghini gegründet. Zunächst produzierte
Lamborghini ab 1959 Traktoren, Brenner und Klimaanlagen, bevor
er 1963 eine Autofabrik in Sant' Agata eröffnet, die 1964
mit der Auslieferung der ersten Wagen begann. Das einen Stier zeigende Logo stell das
Sternzeichen des Firmengründers dar.

Lotus
Das Logo der 1952 von
dem begeisterten britischen Rennfahrer Colin Chapman gegründeten
Autoschmiede "Lotos Engineering Company", das dieser
primär zur Finanzierung seiner Rennleidenschaft ins Leben
rief, zeigt
den Namen seines Unternehmens: Lotus.
Chapman wählte den Namen der gleichnamigen "Lotus"-Blume,
weil er hoffte, dass die von ihm gebauten Sportwagen die gleiche
euphorische Reaktionen hervorrufen würden. Daneben sind auf
dem Logo die Initialien von Anthony Colin Bruce Chapman, so sein
voller Name, abgebildet.
zur Rubrik Markennamen, Firmengeschichten
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