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Viele Kunden fragen sich
alle Jahre: Sollen wir in den Sommermonaten
werben oder doch eher nicht? Nachfolgend einige Erfahrungen und
Tipps
zu diesem Thema.
Grundsätzliches
Tatsächlich sind während den Sommermonaten oftmals diejenigen
mit schulpflichtigen Kindern für ein, zwei oder sogar mehr
Wochen in den Ferien. Darum sind sie für Werbebotschaften
nicht, kaum oder weniger empfänglich. Zu beachten ist anderseits,
dass gerade Entscheidunsgträger mit einer guten Ausbildung,
im Alter zwischen 27 bis 45 Kinder haben und sich Ferien leisten
können. Diesbezüglich zeigen Erfahrungen klar, dass
trotz geregelten Stellvertretungen ganze Bereiche und Abteilungen
oft nicht entscheidungsfähig oder -willig sind.
Nebenbei: Auffallend in wie vielen Firmen Betriebsferien nicht
auf der Web-Site erwähnt sind, Mails nicht beantwortet oder
mit dem Hinweis auf Ferien zurückkommen.
Chancen
und Vorteile
Sicher gibt es Branchen mit Produkten und Leistungen, die gerade
wegen der Sommer- und Ferienzeit nicht auf Werbung verzichten
können. Solche die gerade in dieser Zeit "Hochsaison"
haben.
Pro und Contra ergeben sich unter anderem Folgende Faktoren die
abgewägt werden sollen:
- während den Sommermonaten wird quantitativ und generell
eher weniger Werbung betrieben
- Tageszeitungen werden oft in die Ferien umgeleitet und dort
intensiv(er) gelesen
- die Mitbewerber sind oft weniger aktiv ...
- die Zielgruppe hat Zeit sich mit der Botschaft zu befassen =
bessere Erreichbarkeit
- wenn Person erreichbar hat diese mehr Zeit (Mailing, Telefon,
E-Mail, News-Letter usw.)
- saisonbezogene und kurzfristige Angebote versprechen mehr Erfolg
- Mailings sollten speziell in dieser Zeit unbedingt persönlich
adressiert werden (siehe unten)
- Zeitungen bieten speziell eRabatte, PR-Artikel erscheinen eher,
Fachzeitschriften = zeitliche Verzögerung
Risiken
und Nachteile
- Mailings bleiben Pendend = geringe(re) Rücklaufquote
- telefonisches Nachfassen erschwert = Firmen zu, Kontaktperson
nicht erreichbar usw.
- nach den Ferien umfangreicher Pendenzenberg. Mailings und Mails
sind schneller im Papierkorb
- Stellvertreter IN öffnet die Post = setzen eigene und andere
Prioritäten
- für Angebote, bei deren Entscheid mehrere Entscheidungsträger
mitwirken ist Sommerwerbung eher nicht geeignet
PR im Sommer
- eine echte Chance (auch für Inserenten)
Gerade die Tagespresse sucht in dieser flauen Zeit (Sommerloch)
nach Aktualitäten und interessanten Themen. Nicht selten
werden auch Inserenten attraktive Angebote gemacht und ihnen im
Paket mit Inseraten die Möglichkeit für kostenlose PR
angeboten. Fachzeitschriften (sofern sie keine Sommerpause machen
...) bleiben länger aktuell als beispielsweise die Tagespresse.
Mit dem internen Verteiler erreichen diese ihre Leser auch noch
nach den Ferien (Pflichtlektüre). Je nach Erscheinen kann
auch damit spekuliert werden, dass einzelne Nummern in die Ferien
mitgenommen werden und dort intensiv(er) gelesen werden. Nebenbei:
Damit ein Bericht zu einem auch für das Unternehmen optimalen
Zeitpunkt erscheint und wie beschrieben breit genutzt werden kann,
ist eine detaillierte Werbe- oder Medienplanung von Vorteil.
Fazit
Es sind nicht immer alle
gleichzeitig in den Ferien. In den Ferienmonaten wird tendenziell
weniger Werbung geschaltet, was die Beachtung aber erhöhen
kann. Für Unternehmen mit beschränkten Werbebudgets,
mit erklärungsbedürftigen Produkten und Dienstleistungen,
kaum die optimale Zeit. Die Werbeplanung muss speziell in dieser
Zeit auf das Produkt, das Zielpublikum, das Budget ausgerichtet
sein. Konkurrenz-Beobachtung ist auch in dieser Zeit nicht zu
vernachlässigen. Je nachdem eher verzichten oder die Schwerpunkte
zwei Wochen vor (bis Juni) oder nach (ab Ende August) setzen.
Nochmals: Je nach Branche und Produkt kann aber auf «Marketing
im Sommerloch» nicht verzichtet werden. Für Events
und für Daheimgebliebene gibt es kaum eine Zeit-Alternative
für Durst- und Gluschtlöscher ...
Die Frage ob Ja und Nein kann
also nicht abschliessend beurteilt werden. Welche Argumente in
der Waagschale mehr Gewicht haben, muss jeder Unternehmer für
sich selber beurteilen. Gerne beraten wir Sie mit unserer langjährigen
Erfahrung.
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