Duden: selten, Flugzeug- und GebŠudenamen, Adjektive Gross- und Kleinschreibung. Julius und August"> Duden: selten, Flugzeug- und Gebäudenamen, Adjektive Gross- und Kleinschreibung. Julius und Augustus

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"selten"
Ansichtskartentexte bedürfen oft der Interpretation - manchmal weiss man sogar nicht, ob man die Urlauber beneiden oder bedauern muss. Ein hohes Spekulationspotenzial bringt etwa die Verwendung von "selten" mit sich.
"Das Wetter ist selten schön" hat nämlich zwei Lesarten:
"Das Wetter ist nicht oft schön."
Oder: "Das Wetter ist ungewöhnlich schön."
Die Doppeldeutigkeit der Aussage ist darauf zurückzuführen, dass unflektiertes "selten" vor einem Adjektiv sowohl "nicht häufig" als auch "besonders, ungewöhnlich" bedeuten kann.

Durch eine andere Wortstellung oder Umformulierung können wahrheitsliebende Urlauber(innen) diese Doppeldeutigkeit ausschliessen. "
"Selten ist das Wetter schön" reduziert die Neidgefühle von Daheimgebliebenen erheblich.
"Das Wetter ist so schön wie selten" hingegen weist auf ungetrübte Urlaubsfreuden
hin. Auch in Form einer Beifügung lässt sich die Bedeutung "besonders" ausdrücken: "Es herrscht ein selten schönes Wetter."

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Flugzeugnamen
1. Genus: Bei den meisten Flugzeugtypen ist das grammatische Genus feminin: "die Ju[nkers] 52", "die Fokker 70", "die Boeing 767", "die Caravelle". Bestimmte Bezeichnungen, denen ein gewöhnliches Substantiv zugrunde liegt, haben zuweilen dessen Genus: "der Jumbojet", "der Eurofighter", "der Airbus".

2. Deklination: Flugzeugnamen sind auch in Anführungszeichen zu beugen: die Geschwindigkeit des "Eurofighters".
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Gebäudenamen
1. Genus: Bezeichnungen, mit denen sich zunächst kein Genus verbindet und die als Namen für Hotels, Cafés, Kinos verwendet werden, sind - entsprechend dem Genus dieser drei Wörter - meist Neutra: "das Continental", "das Gloria", "das Hilton"; ich gehe "ins Kranzler", "ins Blum"; "das Royal", "das Rex".
Aber: "die Schauburg" (weil: die Burg), "das Abendstudio" (weil: das Studio), "die Kurbel", "die Filmbühne".

2. Deklination: Der Gebäudename wird gebeugt, auch dann, wenn er in Anführungszeichen steht: der Besitzer der "Alten Post", die Köche des "Nürnberger Hofs". Soll der Gebäudename unverändert bleiben, dann muss umschrieben werden: im Gasthof "Alte Post", die Köche des Hotels "Nürnberger Hof".
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Gross- und Kleinschreibung von Adjektiven
"Bei Neukauf einer Küche nehmen wir Ihre Alte in Zahlung" - in diesem Satz die "Alte" großzuschreiben, schien aus Sicht des Küchenherstellers doch richtig. Er war nämlich von einer Rechtschreibregel ausgegangen, die Folgendes besagt:
Als Substantive gebrauchte Adjektive werden in der Regel grossgeschrieben. Korrekt sind demnach auch die folgenden Sätze:
"Er hatte sechs Richtige im Lotto"
"Sie brachte ihren Neuen gleich mit zu unserer Party"
"Bereits in seiner ersten Arbeitswoche hat er Beträchtliches geleistet".

Aber Achtung! Allerdings hat der Verfasser der Werbebroschüre eine kleine Ausnahme von der Regel nicht berücksichtigt, die prompt beim Leser zu der ungewünschten Assoziation führt. Sie lautet: Adjektive und Partizipien mit Artikel schreibt man immer dann klein, wenn sie sich direkt auf ein vorangehendes oder nachstehendes Substantiv beziehen. Was bedeutet das in unserem Fall? Das Adjektiv "alte" hätte in diesem Fall kleingeschrieben werden müssen, da es sich auf das vorangehende Substantiv "Küche" bezieht. Hoffen wir für den Küchenhersteller, dass seine neuen Kunden ihm jetzt nicht zu Dutzenden ihre ungeliebten Hausgenossinnen im Austausch gegen eine neue Küche in Zahlung geben wollen.
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Julius und August - woher die Namen kommen
Der Vorname Julius ist lateinischen Ursprungs und geht auf einen altrömischen Geschlechternamen zurück. Der bekannteste Vertreter der Julier war Gaius Julius Cäsar und in der Tat ist der siebte Monat des Kalenderjahres ihm zu Ehren "mensis Julius" genannt worden. In Deutschland fand dieser Vorname im 16. Jahrhundert zunächst in Adelskreisen Verbreitung, nachdem der Humanismus das Interesse an der altrömischen Geschichte geweckt hatte. Verschiedene Varianten der weiblichen Form Julia gehören übrigens seit den 70er-Jahren in vielen Ländern der Welt zu den beliebtesten Mädchennamen.

Auch der Name August stammt aus dem Lateinischen, das Adjektiv "augustus" bedeutet "heilig, ehrwürdig, erhaben". Augustus war ehrender Beiname des ersten römischen Kaisers Gaius Octavianus. Ihm zu Ehren wurde der achte Monat des Kalenderjahres als "mensis Augustus" bezeichnet. Ähnlich wie Julius kam auch der Vorname August im Zusammenhang mit dem Humanismus im 15. Jahrhundert auf und war im 18. und 19. Jahrhundert ein besonders beliebter Name. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts kam er etwas aus der Mode, wie andere ältere Namen steigt er jedoch momentan wieder auf der Beliebtheitsskala.

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