www.werbewolf.ch...JUNI-NEWS 2005
Jubiläum
"Ein vierzigjähriges Dienstjubiläum", "das
hundertjährige Stadtjubiläum" - solche Fügungen
gehen uns leicht über die Lippen, doch sind sie auch korrekt?
Im Grunde genommen ist es tatsächlich falsch, von einem fünf-,
zehn-, fünfzigjährigen usw. Jubiläum zu sprechen,
denn damit wird eigentlich gesagt, dass das Jubiläum fünf,
zehn, fünfzig usw. Jahre alt ist. Diese Ausdrucksweise hat
sich jedoch inzwischen derart etabliert, dass sie oft gar nicht
mehr als falsch empfunden wird. Man hat also gute Chancen, nicht
"erwischt" zu werden.
Doch wir wollen Sie an dieser Stelle natürlich nicht zu "Falschaussagen"
verleiten. Besser ist es, von vornherein die sichere Variante
zu wählen und auf Formulierungen wie "das Jubiläum
des hundertjährigen Bestehens der Stadt", "der
Duden wird in diesem Jahr 125 Jahre alt" u. Ä. auszuweichen.
Auf Glückwunschkarten beispielsweise kann man auch noch ein
bisschen weiter ausholen: "Am 30. Juni jährt es sich
zum zwanzigsten Mal, dass Sie ... Zu diesem Jubiläum gratulieren
wir ganz herzlich!"
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Die Datumsangabe
Wahre Fehden sind schon in manchen Büros ausgebrochen, wenn
es um die Frage der richtigen Formulierung der Datumsangabe ging.
Heisst es nun:
"am Freitag, den 2. Juni"
oder "am Freitag, dem 2. Juni"?
Beide Versionen sind richtig: Fasst man die Datumsangabe als Apposition
zum Wochentag auf, so stehen Wochentag und Apposition im gleichen
Kasus, d. h. im Dativ: "am Freitag, dem 2. Juni". Genauso
gut können die beiden Zeitangaben aber auch als Teile einer
Aufzählung verstanden werden. Die Datumsangabe steht dann
im Akkusativ: "am Freitag, den 2. Juni"
--
Kürzel der elektronischen
Kommunikation
Kürzel wie "cg" oder "asap" werden beim
SMS- oder E-Mail-Schreiben, in Chatrooms oder Newsgroups häufig
verwendet, denn man spart damit Platz und Zeit. Vor allem Jugendliche
sind äusserst kreativ, wenn es darum geht, neue Kürzel
zu erfinden. Aufgrund ihrer Verbreitung haben die geläufigsten
Kürzel bereits den Weg in die (Abkürzungs)wörterbücher
gefunden.
Auf dem Englischen basierende Akronyme wie "asap" ("as
soon as possible" - "so bald wie möglich"),
"cg" ("congratulations" - "Gratulation"),
"bb" ("be back" - "bin zurück")
oder "afaik" ("as far as I know" - "soweit
ich weiss") haben sich in der internationalen elektronischen
Kommunikation, aber auch in Deutschland durchgesetzt.
Seltener sind deutsche Kürzel wie etwa "kp" ("kein
Problem") oder "gw" ("Glückwunsch").
Auch Zahlen stehen für Wörter oder sind Bestandteile
üblicher Kürzel: "gn8" ("gute Nacht"),
"4" ("for" -
"für"), "f2f" ("face to face"
- "von Angesicht zu Angesicht").
Selbst emotionale Befindlichkeiten können so fein abgestuft
kommuniziert werden: "lol" ("laughing out loud"
- "laut lachen") ist etwa die Vorstufe zu "rofl"
("rolling on the floor laughing" - "lachend auf
dem Boden liegen"). Zur Wiedergabe von Gefühlsäusserungen
werden zudem häufig die so genannten Emoticons eingesetzt,
Zeichenkombinationen wie beispielsweise Smileys: z. B. steht ;-)
für "Augenzwinkern", :-) für "Freude,
Spass", :-( für "Trauer, Unglücklichsein,
Bedauern" und :-o für "Überraschung, Erstaunen".
"ak"? ("alles klar?")
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