www.werbewolf.ch...SEPTMBER-NEWS 2006
Diabolo und das Solothurner
Rauchzeichenverbot
Ausgangslage (Zitat einer
Newsmeldung vom 29. August 2006) : ... überrascht hätte
allerdings eher, wenn das Werbeverbot unwidersprochen durchgegangen
wäre: Es würde an Sport- und Kulturveranstaltungen gelten,
was etliche Veranstalter in arge Sponsoren-Nöte bringen dürfte.
Tabakwerbung
soll nicht nur auf öffentlichem Grund, sondern auch auf «privatem
Grund, der von öffentlichem Grund eingesehen werden kann», verboten werden ...
Da fragt sich
DIABOLO doch wie das gehen soll:
- muss der Zigarrenladen nun sein Schaufenster verrammeln?
- werden alle Kioske in Solothurn geschlossen?
- wie steht es denn, wenn die Kantonsgrenze keinen Sichtschutz
bietet?
- muss der Zigaretten-Vetreter sein Auto abdecken, wenn er durch
Solothurn fährt?
- was passiert mit den Tabakwaren-Lieferwagen? Gibt es dann «LKW-Abdeckplanen»?
- muss der Sammler von Zigi-Nostalgie-Emailplakaten diese an der
Garage entfernen?
- darf man den Marlboro-Werbe-Sonnenschirm auf der privaten Terrasse
nicht mehr benützen?
- wie verhält es sich mit der Gartenbeiz die vom anderen
Kanton aus sichtbar ist?
- macht sich strafbar wer im Auto das Zigi-Päckli offen liegen
lässt?
- muss man Camel-Werbejacke nun im Schrank lassen?
- werden dann (nur) in Solothurn bei Spielfilmen mit Produkt-Placement
schwarze Balken eingeblendet?
Zum Glück
wird ja nicht alles so heiss gegessen wie es gekocht wird.
Am Mittwoch 30. August hat der Solothurner Kantonsrat dann ein
umfassendes Anti-Tabak-Gesetz verabschiedet. Dieses beinhaltet
ein Rauchverbot in öffentlichen Räumen und Restaurants,
ein Werbeverbot und ein Verkaufsverbot von Tabakwaren an Jugendliche.
Hinsichtlich des Rauchverbots kann das Stimmvolk über zwei
Varianten entscheiden. Die erste beinhaltet ein Rauchverbot für
öffentliche Räume von Verwaltung, Spitälern, Heimen
usw. Die zweite Variante umfasst auch Kulturstätten und die
Gastronomie.
Werbeverbot ja
oder nein man kann unterschiedlicher Meinung sein.
Einheitlich aber sollte es sicher sein und vor allem nicht an
Kantonsgrenzen halt machen.
Es wird aber noch verrückter
...
In England hat die Regulierungsbehörde
der britischen Unterhaltungsindustrie (Ofcom) angeordnet, dass aus Tom und Jerry
Filmen sämtliche Rauchszenen entfernt werden müssen. Das nun aber fanden selbst die Nichtraucher
Organisation übertrieben: «Wir können doch nicht
alle Hollywood-Klassiker verändern», meinte deren Sprecherin.
Doch die Ofcom blieb hart und ordnete die Entfernung der inkriminierten
Sequenzen in 162 Episoden an. Hoppla! Was passiert denn nun zum
Beispiel in jenem Hitchcock-Film in dem sogar die Krankenschwestern
im Einsatz rauchen? Müsste man alle diese Szenen herausschneiden,
gäbe es bloss noch den Vor- und den Nachspann.
Diabolo grüsst
Sie herzlich und wünscht Ihnen einen schönen Herbst,
mit oder ohne ...
... spannende Fussballspiele solange es sie noch gibt. Denn
bald kommen wohl
Werbeverbote für alkoholische Getränke, für fettmachende
Ernährung usw. usw.

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