www.werbewolf.ch...MAI-NEWS 2005


DIABOLO und die Fleischlust

Was sieht man da - ja was denn ...
Danke Herr R in S. für die Zusendung dieser tollen Werbung für Schweizer Fleisch. Sie haben schon recht, wenn Sie meinen es sei ein grausames Kitschbild und unappetitlich bis zum Abwinken. Aber der Gag ist doch, dass das Produkt das man bewirbt gar nicht auf dem Bild zu sehen ist!!! Das ist doch wahrlich supper und genial. Denn: Alles andere ist Beilage.

Nun ja, man darf ja auch nicht zu kleinlich sein. Doch wenn man das Foto genau betrachtet kann man sich schon seine Gedanken dazu machen: Auffallend ist der doch markante Seitenhieb gegen das Gastgewerbe, das nicht zum Zielpublikum zu gehören scheint (!!): Die Dame muss warten ... lange warten.
So lange, dass sie sich zum Zeitvertreib schon mal die Lippen neu gestrichen hat (Fabton 488). Darum wohl auch als zusätzliche Dekoration die passende goldene Tasche.

Warum nur liegt die Serviette auf der falschen Seite und das Messer darauf? Und was ist das neben dem Messer? Eine Brille, eine Tampon-Hülle (aber die Dame wird doch nicht etwa ....). So oder so - so richtet kein Koch den Teller an, denn das Schnitzel käme nie dorthin wo auf dem Teller jetzt Platz dafür wäre.

"Und wo ist mein Schnitzel'" erinnert das nicht stark an: "wo ist mein Deinhard"? und warum überhaupt ein "und", was fehlt denn noch? Nun auch wer im Glashaus sitzt, sollte nicht alles zu eng sehen. Aber, sorry, der Armreif der so markant im Bild zu sehen ist könnte an eine Verbundwerbung zur Bijouterie erinnern und das Glas an eine Mineralwasser-Werbung. Und - äh pfui Teufel, warum muss die ungepflegte Haarsträhne auch fast im Salat liegen auch wenn dieser ohne Sauce ist - (aha ist das der Grund für das oben erwähnte "und"?)

Claim: Schweizer Fleisch. Ehrlich, natürlich.

Mal ganz ehrlich: Animiert Sie das Bild zum Essen? Weckt es Gluscht auf Fleisch?
Auf Schweizer Fleisch? Wo bleibt der Aufstand der Metzger ?

Geniessen Sie den Mai. Grillen Sie wieder einmal ein knuspriges Steak. So ein fein gut gelagertes Stück, mit Kräutern mariniert. Mmmmh. Oder bräteln Sie eine Wurst im Wald. Es gibt viele Möglichkeiten Schweizer
Fleisch zu geniessen ­ fragen Sie Ihren Metzger oder besuchen Sie ein Restaurant
- ehrlich!

Ihr Diabolo

Uebrigens: Es kommt noch besser wie ein anderes Sujet zeigt. Hier werden nur noch junge Menschen abgebildet - Schweizer Fleisch in allen Farben .... Ehrlich, natürlich!


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