www.werbewolf.ch...OKTOBER-NEWS 2007
Stürme
In unseren Breitengraden haben wir es am häufigsten mit Orkanen zu tun, die sprachlich eng mit dem Hurrikan verwandt sind. Ein Hurrikan ist ein im Bereich
des Karibischen Meers, der Westindischen Inseln und des Golfs
von Mexiko auftretender verheerender tropischer Wirbelsturm. Das
Wort, ursprünglich "hurakan", stammt aus dem Taino,
einer westindischen Indianersprache, und kam über das spanische
"huracan" und englisch "hurricane" ins Deutsche.
Aus der niederländischen Variante "orkaan" ist
dann auch unser Wort "Orkan" für einen schweren
Sturm entstanden.
Der Begriff Taifun steht für einen tropischen Wirbelsturm
(besonders über dem westlichen Pazifik und Ostasien). Er
kommt aus dem Kantonesischen (tai fung = "grosser Wind")
und fand über die englische Sprache, "typhoon",
den Weg ins Deutsche.
Als Tornado
bezeichnet man einen vor allem
in Nordamerika (selten auch in Mitteleuropa) auftretenden Wirbelsturm.
Das Wort stammt aus dem Spanischen, "tornar" in der
Bedeutung "drehen", ursprünglich lateinisch "tornare".
Zu erwähnen ist noch der Zyklon, abgeleitet
vom englischen "cyclone" zu griechisch "kyklos":
Kreis(lauf), Ring, Rad, Auge - auch dies die Bezeichnung für
einen heftigen Wirbelsturm in tropischen Gebieten, insbesondere
über dem Indischen Ozean.
Wind
von etwas
Wind bekommen (ugs.)
Von etwas, das geheim bleiben soll, erfahren. Diese Wendung stammt
aus der Jägersprache. Sie bezieht sich auf die Witterung,
die das Wild bekommt, wenn der Wind ihm den Geruch des Jägers
zuträgt.
jmdm. den Wind
aus den Segeln nehmen
Einem Gegner den Grund für sein Vorgehen oder die Voraussetzungen
für seine Argumente nehmen. Die Wendung stammt aus der Seemannssprache.
Vor allem bei Seegefechten kam es früher darauf an, durch
geschickte Manöver das gegnerische Schiff in den Windschatten
zu bekommen.
etwas in den Wind
schlagen (ugs.)
Etwas [gut Gemeintes] nicht beachten. Der Wind als etwas, was
nicht fassbar, nicht von Dauer ist, steht in dieser Wendung als
Bild für Leere, Vergeblichkeit, Verlust; auch zum Ausdruck
der Geringschätzigkeit, die einer Sache gegenüber deutlich
wird. Bei der Vorstellung "ins Leere schlagen" kann
auch die Handbewegung mitgewirkt haben, mit der man etwas von
sich weist, abtut.
Herkunft der Satzzeichen
Zwar sind die Satzzeichen
lange nicht so alt wie die Schrift, aber wir kennen doch den Gebrauch
solcher Zeichen bereits aus der Antike. Den Punkt etwa
wandten die Römer nach griechischem Vorbild an, um auf der
Wachstafel das Ende eines Satzes oder Satzabschnittes durch einen
Einstich mit dem Griffel zu bezeichnen (lat. "punctum"
= das Gestochene). In übertragenem Sinne benannte "punctum"
auch den so gekennzeichneten Abschnitt - wie wir heute noch von
den "Punkten" einer Rede oder einer Tagesordnung sprechen.
Auch Komma und
Kolon, ursprünglich griechische Ausdrücke, waren den
Römern bekannt. Damit waren aber - anders als beim Wort "Punkt"
- keine Satzzeichen gemeint, sondern Sinnabschnitte eines Satzes
oder Verses (griech. "komma" = Einschnitt, Abschnitt,
"kolon" = Glied). Erst zu Beginn der Neuzeit werden
diese Wörter auf bestimmte Zeichen angewandt, die die Sinnabschnitte
abgrenzen: Mit Komma bezeichnete man ein strichpunktartiges Zeichen
und schliesslich den einfachen Beistrich, mit Kolon den Doppelpunkt
[...].
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