www.werbewolf.ch...JANUAR-NEWS 2008
Jugendsprache 3. Teil
Wer versteht die Jugend noch? Im Internet habe ich wieder einige Ausdrücke und Redewendungen gefunden die zum Verständnis beitragen sollen. Quasi zur Ergänzung des "Grufti-Wortschatzes". Damit meine daraus resultuerende Texterei nicht zu lange wird habe ich mir einige für die Fortsetzung aufbewahrt. Viel Spass!
Dass dieser Text kein reines Pisa-Deutsch
sein kann versteht sich von selber. Daher würde wohl jeder
ABC Promoter seinen Schülern nachfolgende Ausdrücke
in einem Aufsatz rot anstreichen. Aber nur Tafelglotzer sind ja seit
Urzeiten strebsam und halten sich streng an den Duden.
Apropos Schule: Lerndress
sind nicht mehr in. Und oldschool
ist kein alte Schule, sondern Dinge die früher in waren und
heute out. Die Spiel-
und Bastelakademie für die Jüngsten
ist sozusagen das Gegenteil der Seniorensammelstelle.
Gut möglich, dass dieser Text in die Ablage 13 für unwichtige
Papiere oder gar in die Ablage
17 früher Rundordner oder Papierkorb
zu liegen kommt. Zugegeben die Sätze könnten ja aus
Absurdistan kommen, jenem Land woher Leute kommen die Blödsinn
erzählen. Wer den Text aufbewahren will, printed ihn aus
und nimmt dann den Aktenbumser zum Lochen.
BiVi's werden die meisten Ausdrücke wohl kennen, wer
mehr als vierzig Jahre auf dem Buckel hat lernt nun die Jugendsprache
besser kennen.
Gewusst, dass Frauen keine Antipillen mehr nehmen, sondern Radierer?
Speziell wichtig für jene die offenes Marketing betreiben.
Sei dies nun mit einem schmalen
Gurt (Minirock), einer Panoramabluse
oder anderen Grosszügigkeiten. Versagt der Radierer bekommt
sie die Kugelgrippe die satte neun Monate dauert.
So oder so sind die monatlichen Erdbeerwochen für Frauen nicht angenehm. Etwa so wie die Fleischmütze
von Herren die aber zum Rasieren doch noch einen Gesichtsvibrator
benötigen da sie im Gesicht noch Haare haben. Hat er oder
sie stark behaarte Beine trägt er Natursocken die mit einem
Pickelhobel entfernt werden könn(t)en. Natursocken sind
speziell bei Frauen nicht schön anzusehen, sind eine optische Vergewaltigung man könnte sich fast einen Augentripper holen. Speziell
Pommespanzer mit mehr Kilos als nötig werden so schnell
zu Schnürschinken. Womöglich noch mit Schlauchbootlippen die
von einem Faltenbügler
oder Gesichtsdekorateur besonders gross getunt wurden.
Ganz anders die Beobachtungsbuhler, Promenaden-Popeys
die ihre in Körperformfabriken
oder Mukibuden mit Eisenbiegen
trainierten Bodys an Outdoor-Szenenplätzen
gerne spazieren führen. Sie schätzen Safttanken an denen frisch
gepresste Säfte verkauft werden. Speziell AOK Säfte oder Apfel,
Orange, Karotte. Zum Frühstück essen sie Bioschotter welchen
man auch als Vollkornmüsli kennt.
Niemals wird man sie mit einer kläffenden
Trethupe, einem Rennsalami, einer Rennwurst,
einem ferngesteuerten
Mopp, Sofawolf, einem vorlauten Kampfhamster, einer Zeckenschleuder. Oder einem Laustaxi, einer behaarten
BiFi, einem Fremdbetoneinnässer
an der Leine sehen. So kleine Hunde oder Handtaschenwächter
passen nicht zu ihrem Outfit. Mit solchen Fusshupen die man gerne
übersieht macht man keinen Staat, auch nicht mit teuren Teppichporsches.
Apropos Autos: Es muss kein bulliger Geländewagen sein, auch
mit einem Elefantenrollschuh, einer Asphaltblase
oder einer Nuckelpinne kommt man
ans Ziel. Man kann diese ja immer noch zu einer Rennwarze auftunen. Der
Smart ist und bleibt ein Pygmäenporsche und dank seiner tollen Federung ein Schlaglochsuchgerät. Hat man aber Kinder ist man mit einer Pamperkiste schon
besser bedient da sie mehr Platz bietet.
In jedem Fall sollte man auf der Strasse auf die Rennleitung
achten, die Streifenhörnchen verpassen einem nur zu gerne eine Busse für
zu schnelles Fahren. Mit einem Tretferrari
ist man, wenn man nicht gerade pest fährt,
auf der sicheren Seite. Man muss ja nicht gleich an der Tour de Farce teilnehmen.
Trägt aber in jedem Fall besser eine spezielle Velohose.
Denn mit Strings, einem Ritzenflitzer, Ritzenputzer, Zahnseide
ist man schlecht bedient. Diese Empfehlung
publiziert auch die Rentnerbravo, in der
Schweiz Apotheker Rundschau genannt.
Nie sollte man beschickert fahren auf jeden Fall nicht mit zu viel Promille.
Trinken ist gesund aber nicht zu viel sonst kommt die Technofeier im Kopf. Im Extremfall muss man gar den Boden anschreien oder
den Jöööörg
rufen. Die arme Parkettmasseuse kann die
Sauerei dann aufputzen. Szenentipp: Repairbier am andern Morgen
soll den Kater vertreiben. Bier steigert bekanntlich den Appetit,
ein Weizenspoiler oder ein Feinkostgewölbe ist also vorprogrammiert. Zu viel Alkohol kann
zudem die Potenz des kleinen Mannes so beeinflussen, dass nicht
mal mehr (blaue) Pornflakes
wirken, und das ist doch wirklich antidufte.
Obwohl sie nicht dufte tönt, ist sie fein: Die Bienenkotze
die man sich aufs Brot streicht. Im Gegensatz zu Fleisch schätzen
diese auch die Blümchenkiller. Jene Vegetarier die
meinem Essen das Essen wegessen! Diese
würden aber niemals einen
Phosphatschlauch auch Bratwurst genannt
auf eine Tierkörperverwertungsstelle legen. Beim Grillen ist für viele das Junggesellenbesteck wichtig, wie sollte man sonst die Bierflaschen
öffnen? Einfacher geht es bei Temperamentspritzen oder
Puffbrausen, da muss der Korken nur gedreht werden. Glück
wer diese zu einem Puffpreis
gekauft hat, ganz nach dem Motto: Billigeres
aus derselben Sparte noch billiger. Mit Zecken oder fünf Finger Rabatt wie auch wenn es vom
Laster gefallen ist wird es zwar gratis,
doch sollte man sich dann nicht erwischen lassen. Diese Nassauer sind
eine Plage und manche
Nassbirnen stellen sich so doof an,
dass sie erwischt werden. Aber die haben eh nicht mehr alle Steine auf der Schleuder obwohl ihr Paniklevel sehr hoch ist. Ehrlich an der Kasse die entsprechenden
Ocken
abzugeben für das was der Regaldesigner
eingeräumt hat lohnt sich eh. Hat
man dafür zu wenig Ocken muss man halt vorher am Scheinwerfer die
Noten holen ....
... mehr darüber dann in der Fortsetzung (Jugensprache 4)
© Ueli Wolfensberger, Januar
2008
Quelle: Ausdrücke aus dem Internet zu einem Text verarbeitet,
PS: Feedback, Meinungen und neue Ausdrücke
(bitte mit Übersetzung ) von Leserinnen und Leser aller Jahrgänge
zu diesem Thema sind willkommen.
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